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Mythos 28: Katzen kann man nicht mit in den Urlaub nehmen.

Mit Katzen verreisen, geht das? Die sind doch so stark an ihre Revier gebunden, ein Ortswechsel ist für sie nicht gut, ist die gängige Meinung der meisten Menschen, die ich kenne. Gut, einen Langstreckenflug mit Katze kann ich mir ehrlich gesagt auch nicht richtig vorstellen. Das liegt vermutlich mit daran, dass ich selbst nicht gern fliege und die Erholung mit dem Rückflug teilweise schon wieder vorbei ist. Die Sorge um meine Katze würde da nicht gerade helfen.

Aber ein Urlaub in einem Ferienhaus, das mit dem Auto in endlicher Zeit zu erreichen ist, da sieht die Sache schon anders aus. Bedingung ist selbstverständlich, dass Haustiere im Urlaubsdomizil überhaupt erlaubt sind. Auch die Katze muss ein paar Voraussetzungen mitbringen, damit der gemeinsame Urlaub ein schönes Erlebnis werden kann:

  • Ortswechsel sollten kein großes Problem für die Katze darstellen. Wenn sie sich zur Eingewöhnung eine kurze Zeit verkriecht, dann aber schnell hervorkommt, um die neue Umgebung zu inspizieren, ist das völlig in Ordnung. Bleibt sie tagelang im Versteck oder ist die ganze Zeit erkennbar gestresst, profitiert sie von dieser gemeinsamen Erfahrung eher weniger.
  • Die Transportbox sollte positiv konditioniert sein, so dass die Katze in ihr einen sicheren Rückzugsort hat. Für Katzen, die damit nur den unangenehmen Tierarztbesuch verbinden, wird die Fahrt in der Box zur Qual. Ggf. muss eine neue Transportbox besorgt werden und mit positivem Training kann sie der Katze unterwegs viel Sicherheit geben.
  • Auto oder Bahn fahren sollte für die Katze möglichst stressfrei sein. Erstaunlich viele Katzen tolerieren Autofahrten oder finden es sogar spannend während der Fahrt hinauszuschauen. Dass wir dann nicht in voller Lautstärke unsere Lieblingsmusik während der Fahrt hören, versteht sich hoffentlich von selbst. 😉

Bei unserer Reiseplanung vor Ort sollte die Katze in jedem Fall eine Rolle spielen. Wenn wir nur nachts zum Schlafen in das Zimmer zurückkehren, hat unsere Katze herzlich wenig davon, dass sie die Reisestrapazen auf sich nehmen musste. Rituale und genügend Zeit für Spiel, Spaß und Kuschelstunden müssen auch im Urlaub eingeplant werden. Es ist ja der große Vorteil für die Katze, dass sie darauf auch während unseres Urlaubs nicht verzichten muss, wie es zum Beispiel in der Katzenpension oder bei der Fremdbetreuung im eigenen Zuhause der Fall wäre. Gut sozialisierte und trainierte Katzen mögen uns bei einer Wanderung oder einem Ausflug vielleicht sogar begleiten. Dann haben alle etwas vom Tapetenwechsel.

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